Biographie

  Geboren im Jahr 1925 als Justus Dahinden
  Schulischer Werdegang in Zürich
1949 Diplom als Architekt an der Eidg. Techn. Hochschule
1955 Eigenes Atelier in Zürich
1956 Doktor sc. Techn., Promotion an der ETHZ mit: "Versuch einer Standortbestimmung der Gegenwartsarchitektur"
1973 "Honorary Fellow the American Institute of Architects" HFAIA
1974 – 1996 Ord. Professor und Vorstand des Instituts für Raumgestaltung an der technischen Universität TU in Wien
1988 Professor IAA, "International Academy of Architecture", Sofia, Bulgarien
2000 "Academician of the International Academy of Architecture" Sofia, Bulgarien für die Verdienste bei der Entwicklung der zeitgenössischen Architektur
2009 Präsident des neuen IAA Center in Zürich
   

Philosophie

Architektur versteht sich als Dienstleistung für den ganzen Menschen. Als solche hat sie eine materielle und eine immaterielle Komponente; es sind rationale und irrationale Bedürfnisse zu befriedigen.

Funktion und Zweck definieren Architektur als praktisches Bauwerk, die Gestalt definiert die Architektur als Erscheinungsform. Die Welt der Erscheinungen, ohne die wir nicht leben können (Max Horkheimer), ist ein gestaltpsychologisches Problem.

Mit der Gestalt als Wahrnehmungsstruktur lässt sich der Gebrauch einer Architektur motivieren. Wenn die Funktion (der praktische Zweck) mit der (gestaltbezogenen) Motivation zum Gebrauch übereinstimmt, ist die Dienstleistung der Architektur für den Menschen komplett.

Das zentrale Problem der Architektur ist der Raum: Der kleine Raum (die Kapsel) oder der grosse Raum (der Stadtraum). Der Umgang mit dem Raum ist für den Menschen existentiell. Ein Verlust an Raum ist auch ein Verlust an Heimat die man in sich trägt: Der Einzelne, die Gemeinschaft.

Raumgebung beinhaltet die Auseinandersetzung mit dem dialogischen Verständnis von Traum und Wirklichkeit. Wir müssen das surrealistische Potential ausschöpfen, welches in unserer Umwelt verborgen ist. Es lassen sich damit Bedürfnisse wecken.
Räume, die Empfindungen auslösen, verändern das Verhalten des Menschen. Die Verhaltensbeeinflussung des Menschen durch die gestaltete Umwelt ist eine qualitative Zielsetzung des architektonischen Entwurfs.
 

Funktion folgt der Form

Es sind Empfindungsqualitäten, welche für den Nutzer eines Raumes eine Wertschöpfung generieren können. Wir stellen sie an den Anfang eines architektonischen Entwurfs. Die geforderte Raumstimmung muss die Funktion motivieren, so wird der Raumnutzen optimiert.